Igelhilfe-Hilfe für Igel
So viele hilfsbedürftige Igel werden uns gebracht, und jährlich werden es mehr. Die Saison beginnt im Spätsommer, wenn die ersten verwaisten Igelbabies zu uns kommen. Oft ist unklar, was mit der Mutter geschehen ist. Ist sie beim Brutgeschäft durch "tüchtige" Gärtner gestört worden, liegt sie vergiftet im Nachbargarten, ist sie dem Rasenmäher zum Opfer gefallen oder dem Straßenverkehr?  Dann kommen die vielen Unfälle, die willkürlichen Mißhandlungen und Tierquälereien (z. B. Igel, die als "Fußball" benutzt wurden!), die aufgerissenen Rücken oder Bäuche, die schwer verletzten Igel, die mit einem Rasentrimmer oder -mäher Bekanntschaft gemacht haben, die gebrochenen oder gar durchtrennten Beine, Hunde- oder Krähenbisse bis auf die Knochen. Oder zerquetschte Nasen und Schnittwunden durch achtlos liegengelassenen Müll. Am gefährlichsten sind leere Getränkedosen und natürlich Glassplitter

Grundsätzlich gilt: Hilfe brauchen:

1.verletzte Tiere mit Wunden, oft voller Fliegeneier und -maden, und Igel, die einen   Unfall erlitten haben.
2. kranke Igel: sie laufen oft am Tage umher; sie husten, röcheln, torkeln mitunter, sie liegen auf der Seite oder in der Sonne auf dem Rasen (man meint, sie wärmen sich den Bauch), Ihre Flanken und die Nackenpartie sind eingefallen, sie sind total entkräftet.


Igelbabies

3. verwaiste Igelbabies. Findet man aber ein Nest mit Babies, diese bitte nicht sofort  hereinnehmen: die Mutter hält sich nicht immer bei ihren Kindern auf, sondern ist   vielleicht auf Futtersuche. Bitte das Nest erst eine Weile beobachten!
Baby mit Flasche            Baby
4.Igel, die bei Dauerfrost, bei geschlossener Schneedecke oder im zeitigen Frühjahr, wenn es noch keine Insekten gibt, unterwegs sind: sie würden ohne menschliche Hilfe verhungern. Solche Tiere sind zumeist ebenfalls krank und müssen aufgenommen werden.
Jungigel
5. Igel, die am 1. November deutlich unter 700 g wiegen
Achtung:
Da Igel meistens unter äußerem und innerem Parasitenbefall leiden, sollten Sie Ihren Findling unbedingt einem Tierarzt oder einer Igelstation vorstellen, wo man Ihnen (und dem Igel) mit Rat und Tat weiterhilft.
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