Wissenswertes über den Igel 
Familie:
Der Igel ist eines der ältesten Säugetiere; sie
existierten bereits in der Kreidezeit, also noch vor den
Mammuts.
Name:
In Westeuropa lebt der Braunbrustigel (Erinacaeus europaeus), in
den osteuropäischen Ländern der Weißbrustigel
(Erinacaeus roumanicus). In Berlin kommen beide Arten vor, jedoch überwiegend
der Braunbrustigel.
Lebensweise:
Dämmerungs- und nachtaktiv. Von Oktober/November bis März/April
Winterschlaf.

Lebensraum:
Deckungsreiches, trockenes Gelände, also Hecken, Gärten,
Gebüsch, Parks -
nicht auf Feldern oder in Mooren. Im Gebirge bis ca. 2.000 m Höhe.

Nahrung:
Regenwürmer,
Käfer, Schnecken, Asseln, Tausendfüßler, Insekten,
Spinnen, nestjunge Mäuse, zerbrochene Vogeleier. Auch Aas
verschmähen sie nicht, mitunter wird gern etwas pflanzliche
Kost genommen.
Sinne:
Sehr guter Geruchssinn, Gehörsinn bis weit in den Ultraschallbereich.
Man weiß aus Beobachtungen, daß Igel eine Raupe auf etwa 2 m Entfernung
am Blatt nagen hören. Das Sehvermögen ist bei hellem Licht nur mäßig,
das farbliche Sehen ist beschränkt. Auf Geräusche wie Zungenschnalzen,
Lichtschalter anknipsen, Fotoapparate, Feuerzeuge usw. reagieren Igel sehr empfindlich,
da diese in ihren Ohren schmerzen.
Laute:
Igelsäuglinge: helles, an Jungvögel erinnerndes "Zwitschern"
und Pfeifen.
Junge und alte Igel: Schnaufen, Brummen, Keckern, Knurren, leises Fiepen, bei
Schmerzen oder Kämpfen auch helles Schreien.
Alter:
Im Freileben vermutlich vier bis fünf Jahre, nur selten mehr.
Stacheln: Bis ca. 8.000.
Gewicht:
Ein ausgewachsenes Tier wiegt bis ca. 1.000 g, im Gebirge bis ca. 1.200 g.
Körpertemperatur:
34,8° bis 36,8 ° C, im Winterschlaf auf + 4° C fallend.
Geschlechtsunterscheidung:
Beide Geschlechter haben Zitzen, deren vorderste sich am Hals befindet. Nicht
mit Zecken verwechseln! Es gibt keine Größenunterschiede zwischen
Männchen und Weibchen, der einzig sichtbare Unterschied ist die Lage der
Geschlechtsteile (siehe Bild unten: links männlich; rechts weiblich)

Tragezeit:
Zwischen 30 bis 35 Tage Die Igelbabies werden zwischen Juni und Oktober geboren
(die meisten kommen im August zur Welt), ihr Geburtsgewicht beträgt zwischen
15 und 20 g. Dieses müssen sie bis zum Beginn des Winterschlafs auf etwa
700 g erhöhen. Jungigel können bei entsprechendem Nahrungsangebot
bis zu 10 g/Nacht zunehmen, so daß je nach Geburtstermin etwa 50 % der
Babies das für eine erfolgreiche Überwinterung erforderliche Mindestgewicht
erreichen.
